23.8. BROTLOSE und KUNST

Plakat: Thomas Volgmann

Was machen Kleinkünstler wenn man im Sommer niemanden in dunkle Keller locken kann um lustigen Texten zu lauschen? Sie holen sich Verstärkung und machen das Ganze einfach im Park und die Aftershowparty im dunklen Keller.

Der Tintenkiller präsentiert: Brotlose & Kunst – Das Kleinkunstfestival

Wir starten am 23.08. um 16:00 Uhr im Alten Elbpark (der mit dem Bismarckdenkmal). Folgendes erwartet euch:

Seven Inch Heaven – B-Side Barbie & Lesley Farfisa sind zwei Vinyljunkies mit der Leidenschaft für 7″ Singles. Mit dem Disco Bicyclette bringen sie ihren eklektischen Sound in den Park.
7″ Vinyl only!

Leserpistole – Sönke Tongers und Thomas Volgmann (aka DemThomasSeineKunst) hatten große Pläne, aber keinen Bock sie in die Tat umzusetzen. Also schreiben sie kleine Texte und kleine Lieder auf kleinen Instrumenten und tragen sie mittelmäßig vor. Dabei tragen sie Katzen-Shirts und nennen sich „Leserpistole“.

Totte Kühn aka Der flotte Totte aka. Tottovic Kalkül, ist Autor und Liedermacher. Neben seiner Beschäftigung als Mitglied der Monsters of Liedermaching tourt er auch solo und singt seltsame Lieder für Pogotänzer mit Zuhörbereitschaft. Oder er liest bizarre Stories für erholsame Pausen vom Circle Pit. Trotzdem Moshpittauglich, das alles.

Viktoria Lapidus – Mit ihrer Comedy Hula Hoop Show ist die im legendären Moskauer Staatszirkus ausgebildete Artistin inzwischen europaweit bekannt für ihre atemberaubende Spitzenakrobatik.

Tintenkiller – Die drei Punkrockliteraten, Viktor Hacker, Jan Turner und Sönke Tongers, bringen mit ihren Texten üblicherweise das Publikum im Gun Club zum Beben. Von augenzwinkernden Alltagsbetrachtungen bis zu Rocknroll-Literatur lotet das Trio die Grenzbereiche des Schreibens aus und wird eure Lachmuskeln und Hirne beanspruchen.

Abends lassen wir die Veranstaltung mit einem Film ausklingen.

Der Eintritt ist trotz dieses unfassbaren Lineups frei, aber zur Unterstützung der darbenden Kleinkünstler*innen können Brotlose als Souvenirs erworben oder es kann einfach so gespendet werden.

https://www.facebook.com/events/246332638332965/

NFT Screenshot

NFT Screenshot ist der Sammelbegriff für einige jener Resultate, zu denen zu gelangen ich Gefahr laufe, indem ich mich unausgesetzt der Musik ins Gesicht reibe. NFT Screenshot macht instrumentale Musik, wobei jene Instrumente sowohl virtuell als auch handgreiflich sind. Der Stil ist gleichermaßen virulent wie auch angreifbar. So kam es zur Tetralogie der EPs I bis IV. Der Gesamtumfang beträgt 20 Stücke (5 pro EP), die über einen Zeitraum von ungefähr 15 Jahren entstanden sind.

„Ich spiele dies nicht, gnädige Frau, ich bin ihr ergebenster Diener, aber ich spiele dies nicht! Das ist keine Musik… glauben Sie mir doch… ich habe mir immer eingebildet, ein wenig von Musik zu verstehen! Dies ist das Chaos! Dies ist Demagogie, Blasphemie und Wahnwitz! Dies ist ein parfümierter Qualm, in dem es blitzt! Dies ist das Ende aller Moral in der Kunst! Ich spiele es nicht!“

Thomas Mann, Buddenbrooks

Bitte hier entlang:

https://nftscreenshot.bandcamp.com/

LIEBLINGSBEATLE: YOKO

Auf diesen Fotographien sehen Sie Audio-Kassetten.

Also kompakte, mit heißem Sound bespielte, Magnetbänder.

Wie 1984.

Mit provokantem Titel.

Wie 1992.

Ihre liebste Musikgruppe [klammer] hat jedes einzelne Tonband live eingejammt und reicht es zum Freundschaftspreis von 10 € (ggf. zzgl. Versandkosten) vertrauensvoll an Sie weiter.

Bestellen Sie jetzt, und erhalten Sie zu jedem Tape einen Bleistift!

Und das Beste: Im sorgsam gefalteten Artwort jeder Kassette finden die Millenials, die den Bleistift-Gag nicht verstanden haben, einen QR Code. Hinter dem verbergen sich: Alle Songs in digitaler Version, das Artwork in geil, ein paar bescheuerte Videos und vielleicht noch mehr, keine Ahnung.

Können Sie dann an alle Ihre Freunde verschenken, und uns so um unseren Lebensunterhalt betrügen.

Die Musikgruppe [klammer] sagt Danke.

Und: Uns doch egal.

https://www.facebook.com/klammermusik

TINTENKILLER

Das Beweisbild von der Lesung des Tintenkillers im Gun Club vom letzten Donnerstag, wo ich mal wieder das Plakat zeichnen durfte. Von links nach rechts: Lesekraft Hacker, Wirt Maik, Lesekraft Sönke, Zeichner, Lesekraft Turner. Danke nochmal!

Hier gehts zum Originalbeitrag:

https://www.facebook.com/tintenkillerhamburg/posts/671538174973980?notif_id=1679782074866340&notif_t=feedback_reaction_generic_tagged&ref=notif

Foto von:

https://www.facebook.com/muhme.photgraphy

Gun Club:

https://www.facebook.com/gunclubstpauli

PAULIPLAN

Das ist der Pauliplan. Den hab ich gezeichnet. Und der wurde jetzt in der Schmuckstraße auf dem Kiez an die Wand tapeziert. Da machen die Kieztouren von Olivia Jones Halt und bestaunen diesen pittoresken Raum, den Johannes Wienand gestaltet hat.

Den Plan gibt’s übrigens auch als Druck zu kaufen: https://www.etsy.com/de/listing/1099191403/map-of-st-pauli

Vielen Dank an:

Und an Johannes Wienand für’s Tapezieren!

ABOUT OUR CITIES

Zwei Filme über den Krieg, einer aus Kharkiv, einer aus Hamburg. Für letzteren durfte ich Bilder machen. Und, mit [ klammer ], Musik:

Am 24. Februar 2022 begann die umfassende Invasion der Russischen Föderation in die Ukraine. Kharkiv war eine der ersten Städte, in denen es Explosionen gab. Massenpanik brach aus, die Menschen griffen ihre Sachen und flüchteten in andere Städte oder suchten nach den nächsten Kellern und Luftschutzräumen. Und innerhalb eines Monats war nur ein Drittel der Bewohner Kharkivs in der Stadt verblieben.

“Als der Krieg in unsere Stadt brach, konnten wir uns überhaupt nicht vorstellen, welche Konsequenzen das haben würde. Viele Orte, die wir jeden Tag sahen, haben sich für immer verändert. Der Park, in dem wir als Kinder immer spazieren gingen und der Platz, auf dem wir jedes neue Jahr gefeiert hatten, wandelten sich in zerstörte Puzzles unseres alten Lebens – aber die Menschen blieben.”

Unser Team hat versucht, viele verschiedene Geschichten, Schicksale und Gedanken zu verbinden. Wir sprachen mit unterschiedlichen Menschen unterschiedlicher Berufe, mit unterschiedlichem Leben, aber alle in einer Kriegs-Zeit und in zwei Großstädten – Kharkiv und Hamburg. Jede Person, die ihre Erfahrungen, Ängste und Gefühle für uns enthüllte, ließ ein Stück von sich selbst in unseren Filmen. Und vielleicht werden diese Geschichten in unserer sich schnell wandelnden Realität ein lebendiges Beispiel dafür, wie Menschen gelebt, geliebt, gehasst, aber nicht aufgegeben haben, trotz der Gefahr draußen vor dem Fenster.

Text: https://www.underconstruction-theatre.com/